Die richtigen Wanderschuhe

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Veröffentlicht:
16 März 2012

Beinahe jede Sportart hat mittlerweile ihre eigenen Schuhe hervorgebracht. So findet man inzwischen auch unter der Rubrik “Outdoor” eine unübersichtliche Bandbreite von Schuhen von der leichten Sandale bis hin zum schweren Bergschuh. Und wer einfach mal nur ein bisschen wandern gehen wollte, wird, wenn er sich beraten lässt, feststellen, dass darunter vom Nachmittagsspaziergang bis zu mehrwöchigen Abenteuertouren so ziemlich alles zu verstehen ist.

Wenn man also zum Schuhkauf aufbricht, sollte man sich im Klaren darüber sein, was man eigentlich machen will.

Wer nicht vorhat, übermäßig vom befestigten Weg abzuweichen, dem seien Halbschuhe empfohlen. Hier gibt es festere Ausführungen und solche, die eigentlich mehr Ähnlichkeit mit Turnschuhen haben. Letztere sind vor allem bei relativ anspruchslosen Strecken im Flachland zu empfehlen. Die festeren Schuhe schützen den Fuß besser, wenn es mal etwas steiniger wird. Je weiter man sich dann von den befestigten Wegen verabschiedet, je schwieriger auch das Terrain wird, desto eher sind Stiefel zu empfehlen, die die Füße nicht nur schützen, sondern Ihnen auch insgesamt viel mehr Halt geben und zum Beispiel dem Umknicken vorbeugen. Auch hier gibt es relativ leichte Ausführungen, die aus reißfestem Stoff gearbeitet sind, was sich in einem fühlbar geringerem Gewicht bemerkbar macht. Die schwereren Ledervarianten sind allerdings deutlich strapazierfähiger.

Was gute Wanderschuhe insgesamt allerdings ausmachen sollte ist, dass sie wasserdicht sind. Eine Gore-Tex-Fütterung gewährleistet dies und sorgt außerdem dafür, dass Schweiß nach außen dringen kann, so dass der Fuß insgesamt angenehm trocken bleibt. Wer bei seiner Wanderung auch Regen in Kauf nimmt, oder auch schon mal durch einen Bach waten will, für den sind Stiefel mit Gore-Tex- Fütterung die beste Wahl. Mit ihnen kann man mit beiden Beinen im Wasser stehen, und die Füße bleiben trocken (solange von oben nichts hineinläuft!).
Richtiges Bergwandern mit Halbschuhen verbietet sich durch die Gefahr des Umknickens und einer daraus resultierenden Bänderverletzung quasi von selbst.

Wenn dann irgendwann die steigeisenfesten Bergstiefel heraus geholt werden müssen, dann hat das eigentlich nichts mehr mit Wandern zu tun.

Für den Kauf von Wanderschuhen sollte man schon den Fachhandel aufsuchen, wo man auch fachkundig beraten wird. Denn es gibt viele Besonderheiten, die man berücksichtigen muss. So gibt es beinahe von allen Herstellern spezielle Schuhserien für Frauen, die ja in der Regel den schmaleren Fuß haben. Es gibt Zwischengrößen und die Möglichkeit die Schuhe an- und an speziell vorbereiteten Untergründen auch auszuprobieren. Hier einfach etwas zu bestellen, weil einem die Farbe gut gefällt, könnte sich im Gelände dann bitter rächen.

Preislich gibt es eine ähnliche Spanne, wie bei den Schuhen selbst. Auch hier kann man danach gehen, was man eigentlich vorhat. Ein gelegentlicher Spaziergang stellt keine Rechtfertigung für sehr teure Wanderschuhe dar, ein größeres Vorhaben schon. Gute Verarbeitung und Strapazierfähigkeit haben einfach ihren Preis.