Erste Hilfe bei Verletzungen

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Veröffentlicht:
12 Juni 2013

Outdooraktivitäten, wie Wandern, Skifahren und Klettern, werden immer beliebter. Vor allem im Sommer steigt die Zahl der Anhänger an, die jede freie Minute in der Natur verbringen möchten. Jedoch sollte stets bedacht werden, auch dort wo Outdoorspaß herrscht, kann es schnell zu kleineren und größeren Verletzungen kommen. Vorsichtsmaßnahmen wie beispielsweise Skihelme beim Skifahren sind dabei ein Muss. Falls trotzdem mal etwas passiert, haben wir ein paar Tipps für die Erste Hilfe bei Verletzungen zusammengestellt.

Welche Verletzungen können auftreten?

Am häufigsten sind Verletzungen durch Stürze. Dazu zählen Prellungen, Verstauchungen, Schürfwunden und sogar Knochenbrüche. Meist sind die Beine bzw. Füße betroffen, aber auch die Arme oder der Kopf können verletzt werden.
Schnittverletzungen kommen ebenfalls relativ häufig vor. Seltener sind dagegen Bissverletzungen oder Vergiftungen. Außer Verletzungen gibt es bei Bewegung im Freien auch andere Probleme, die gefährlich werden können. Dazu zählen zum Beispiel ein Sonnenstich, Unterkühlung, Krämpfe und allgemeine Erschöpfung.

Wie sollten Sie sich bei einem Notfall verhalten?

Am wichtigsten ist es, die Ruhe zu behalten und nicht in Panik zu geraten. Welche Maßnahmen am geeignetsten sind, richtet sich nach der Art der Verletzung oder des Problems.
Bei stark blutenden Wunden wie sie bei einem Schnitt oder Stich auftreten können, kommt es darauf an, die Blutung so schnell wie möglich zum Stillstand zu bringen. Dafür können Sie entweder einen Druck verband anlegen oder den betreffenden Körperteil abbinden. Die Abbindung muss von Zeit zu Zeit gelockert werden, damit die betreffende Extremität ausreichend mit Blut versorgt wird. Ähnliches gilt auch für Bissverletzungen.
Wunden sollten übrigens nie unterwegs provisorisch gesäubert werden, weil die Gefahr der Verunreinigung besteht, besonders bei tiefen Schnitt- oder Stichwunden. Einzige Ausnahme sind stark verschmutze Schürfwunden, wie sie bei Stürzen häufig entstehen.
Bei Sonnenstich hilft es, den Kopf zu bedecken und kühl zu halten. Falls Sie keine Kopfbedeckung zur Hand haben, können Sie dafür auch große Blätter, zum Beispiel von Huflattich, verwenden.

Was gehört zur Notausrüstung?

Bei Verletzungen in der freien Natur sind Sie oft auf sich allein gestellt. Eine Erste-Hilfe-Ausrüstung kann wertvolle Zeit gewinnen und nimmt nicht viel Platz weg. Die Ausstattung sollte vor der Reise gut geplant werden. Wichtige Medikamente und Zubehör können Sie bereits schnell und günstig in Versandapotheken (z.B. in der  Europa-Apotheek) erwerben.

Zur Ausstattung gehören unbedingt Verbandmaterial, eine Pinzette, Schere, Wundpflaster (am besten zum Selbst-Zuschneiden), Heftpflaster, ein Dreieckstuch und eine Rettungsdecke.

Außer Medikamenten, die Sie selbst benötigen, sollten Sie Schmerzmittel und ein Spray gegen Sonnenbrand mitnehmen. Das hat sich auch bei Brandverletzungen bewährt. Zusätzlich sollten Sie unbedingt immer Wasser mitführen. Es dient nicht nur zum Trinken, sondern auch zur Kühlung bei Prellungen oder Sonnenstich. Nehmen Sie auf jeden Fall auch ein Handy mit, damit Sie im Notfall Hilfe rufen können. Falls Sie keinen Empfang haben, hat eine SMS oft noch Erfolg. Schon mancher verirrter Wanderer oder Bergsteiger konnte dadurch gerettet werden. Am besten ist es natürlich, wenn Sie mit Ruhe und Umsicht gefährliche Situationen von vornherein vermeiden.