Trekking – ein neuer Sport, der ständig populärer wird

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Bild: kiwinz
Veröffentlicht:
21 April 2010
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Heutzutage nehmen Maschinen den Menschen mehr und mehr körperliche Arbeit ab. Immer mehr Menschen verbringen den Arbeitstag am Schreibtisch oder vor dem Computer-Monitor. Daher leiden viele an Bewegungsarmut und den damit verknüpften Zivilisationskrankheiten. Um dieses Manko auszugleichen, werden zunehmend mehr Menschen in der Freizeit aktiv und versuchen, sich auf diesem Weg ausreichend Bewegung zu verschaffen. Daher kommt es, dass viele Aktiv-Sportarten einen starken Zulauf haben.

Eine der beliebtesten dieser sportlichen Betätigungen ist das Trekking. Das Wort “Trekking” kommt über das Englische aus der Sprache der südafrikanischen Buren, dem Afrikaans. Dort bedeutet es einerseits “etwas ziehen”, andererseits bezeichnet der Begriff “Groot Trek” den Aufbruch der Buren ins Landesinnere so um 1835, um es systematisch zu erschließen und zu kolonisieren. Daraus abgeleitet versteht man heute unter dem modernen Begriff “Trekking” eine lange, weite Wanderung mit Gepäck fernab gebahnter Wege. Die verbreitetste Art des Trekkings ist das Wandern per pedes. Natürlich ist es aber genauso gut mit dem Fahrrad, dem Boot, auf Skiern oder auf dem Pferderücken möglich. Trekking ist für jeden normalen Menschen geeignet. Man braucht wahrlich kein Leistungssportler zu sein, um zu trekken.

Wichtig ist dabei nur die genaue Selbsteinschätzung und Kenntnis des eigenen Leistungsvermögens. Ungeübte Trekkingsportler bzw. Anfänger sollten die ganze Sache langsam angehen und zunächst mit kurzen, leicht zu bewältigenden Etappen starten. Nach und nach kann man dann seine Tagesleistung immer mehr steigern. Es ist dabei aber stets im Auge zu behalten, dass die ganze Sache Spaß machen soll und nicht sofort zum Kräftemessen oder Leistungswettkampf ausarten soll. Mindestens ebenso wichtig, wie die Kondition, ist die geeignete Ausrüstung. Natürlich braucht man zum Wandern eine andere Ausstattung als zum Kanufahren, aber trotzdem haben die verschiedenen Trekking-Ausrüstungen einiges gemeinsam. Da man sich im Allgemeinen beim Trekking viel zu Fuß bewegt, sollte das Schuhwerk fest, atmungsaktiv und wasserbeständig sein. Griffige Sohlen verhindern ungewollte Rutschpartien. Die Kleidung selbst sollte wetterfest, leicht und atmungsaktiv sein und Schutz gegen Nässe und Regen bieten.

Wer glaubt, dass man Trekking nur im afrikanischen Busch oder der kanadischen Wildnis durchführen kann, unterliegt einem großen Irrtum. Im Prinzip ist Trekking überall möglich. Nicht umsonst erfreut es sich gerade in Deutschland solch wachsender Popularität. Ein gutes Beispiel für Trekkingpfade in Deutschland sind die Wasserwanderwege durch die Mecklenburgische Seenplatte, wo man das Land nach Lust und Laune mittels Boot bzw. Kanu erkunden kann. Ein anderes Beispiel ist der Harz. Um dieses schöne deutsche Mittelgebirge richtig kennenzulernen, muss man es sich erwandern (trekken). Wieder andere Beispiele sind die vielen überregionalen Radwanderwege in Deutschland. Natürlich kann man aber nicht einfach so drauflos trekken, sondern muss die Eigentumsrechte privater Grundbesitzer respektieren. Außerdem ist es in vielen Schutzgebieten nicht gestattet, von den Wegen abzuweichen. An solche Vorschriften sollte man sich unbedingt halten.