Wild campen – was muss beachtet werden?

Artikel-Info
Bild: Forest Wander
Veröffentlicht:
29 Juni 2010
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Was ist wildes Campen?
Unter wildem Campen versteht man das Zelten in der freien Natur außerhalb von Campingplätzen oder Übernachtungsplätzen. Das ist in Deutschland im Normalfall zwar verboten, wird aber nicht geahndet, wenn man es nicht übertreibt und sich an einige Grundregeln hält.

Welche Regeln gelten für das wilde Campen?
Die wichtigste Regel ist ganz einfach. Da das wilde Campen nicht erlaubt ist, sollte man sich so unauffällig wie möglich verhalten und seine Umwelt so wenig wie möglich beeinflussen. Wild campen praktiziert man aus diesem Grund am besten einzeln oder höchstens zu zweit. Man bleibt außerdem nur eine, höchstens zwei Nächte an einem Ort, ehe man weiterzieht. Am besten ist es, wenn man beim wilden Zelten keine Spuren hinterlässt und der Ort nach der Übernachtung genauso aussieht wie zuvor. Deshalb sollte man vor dem Verlassen des Platzes auch alle Abfälle entweder mitnehmen oder wie z. B. Fäkalien und benutztes Papier vergraben. Wenn das Wetter es gestattet, ist es am besten, einfach im Schlafsack zu übernachten und auf das Aufbauen eines Zeltes ganz zu verzichten. Dieses sogenannte Biwakieren wird im Allgemeinen für eine Nacht geduldet. Am besten funktioniert es durch Rücksichtnahme und unauffälliges Verhalten.

Was sollte man keinesfalls tun?
Die Liste der Verbote ist naturgemäß lang, da wildes Campen im Grunde genommen ja gegen bestimmte Gesetze verstößt. So sollte man auf keinen Fall in solchen Gebieten zelten, in denen es ausdrücklich verboten ist. Dazu gehören Naturschutzgebiete, Nationalparks und Landschaftsschutzgebiete, aber auch militärische Sperrgebiete wie Truppenübungsplätze, landwirtschaftliche Flächen oder Industriegebiete. Aus Vernunftgründen sollte man auch die Nähe von bewohnten Ortschaften und/oder belebten Straßen meiden. Absolutes NoGo ist Feuer oder offene Flammen in jeder Form, einschließlich Kocher. Sollte man doch unbedingt warm essen wollen, sollte man nur einen standsicheren Gaskocher verwenden, unter den man Alufolie legt, um das Gras und das Erdreich zu schützen. Als Alternative gibt es in vielen Gemeinden öffentliche Grillplätze, auf denen das Feuermachen erlaubt ist. Gerade im Sommer gibt es beispielsweise viele Gerichte, die auch kalt schmecken, von Sandwiches bis zu Kartoffel-/Nudelsalat, um nur einige zu nennen.

Ausrüstung
Zudem sollte man auf die richtige Ausrüstung achten. Ein Zelt von Aldi mag zwar günstig sein, wer jedoch etwas öfters Campen geht, sollte am besten auf professionelle Ausrüstung, wie beispielsweise Outdoorausrüstung von Campz setzen.